Kleine Chronologie

Hey,

Tom hier. Fix zur Erklärung, wie alles begann:

Am ersten Maisonntag war ich eine Verwandte besuchen, die gerade in der geschlossenen Abteilung einer Einrichtung für psychisch Kranke ist. Dort lernte ich eine sympathische junge Frau kennen: Jana.

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Jana wirkte auf mich völlig normal. Aber als sie erzählte, dass sie nur in der Geschlossenen gelandet sei, weil man sie mundtot machen wolle, hatte ich zuerst so meine Zweifel… Sie habe Beweise gegen ein Prostitutionssystem gesammelt, in das lauter VIPs verwickelt sind. Dass da oft perverse und brutale Sachen mit jungen Frauen passieren, die völlig schutzlos sind.

Sie ist wild entschlossen, dagegen zu kämpfen und will nur raus aus der Klapse, wo man sie zwingt, starke Psychopharmaka zu nehmen. (Die Zustände da sind mal wirklich einfach krass, ich kann sie gut verstehen).

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Jedenfalls fragte sie, was ich an ihrer Stelle tun würde. Tja, meinte ich – Öffentlichkeit, das Netz würde helfen, wenn man mundtot gemacht werden soll, aber das gehe in der Einrichtung ja wohl nicht… „Und wenn doch?“, fragte sie grinsend.

Auf Janas Stationsflur gibt es wohl ein Dienstzimmer, wo die Tür sehr langsam ins Schloss fällt. Zwei Pfleger gehen zum Rauchen nachts öfter auf den Balkon eine Etage höher und so ist Jana neulich heimlich ins Internet – nach zwei Jahren zum ersten Mal!

Wir kamen auf Twitter und #rettetjana – wenn, dann kann sie ja höchstens mal drei Minuten ins Netz… Schon ein paar Tage später hat sie tatsächlich angefangen, loszutweeten. Konnte’s kaum glauben.

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Wenn man ein bisschen recherchiert, findet man haufenweise was zu Edelprostitution und grauenhafte Berichte. Gerade auch in Bremen und Hamburg, wo sie mit ihrem ehemaligen Ex-Knacki-Freund im Milieu zu tun hatte. Ein paar Sachen, die sie gesagt hat, waren aber nicht im Netz zu finden (z.B. die Nummer mit dem Tannenbaum, den ihr Typ einem Freier, der sich an nem Mädchen vergangen hatte, an Weihnachten in die Brust geritzt hat. An die konnte sich in der Klinik jemand lebhaft erinnern…)

Jetzt kommt’s aber: Aus einer Quelle, die geheim bleiben muss, kam unerwartet noch viel mehr Bestätigung für das, was Jana erzählt. Die ganze Sache ist riesig und absolut wert, verfolgt zu werden. Deshalb habe ich jetzt diesen Blog eingerichtet und ein paar Freunde angehauen, mitzuhelfen. Und alle, die das hier lesen, haue ich auch an:

Macht mit, rettet Jana!

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Montag, 12.Mai: Wir schaffen es abends kurz mit Jana videozuchatten. Das Video findet ihr hier. Es war wirklich nur kurz und echt krass, denn Jana wurde am Ende von zwei Pflegern brutal überwältigt (guckt mal in meinen Post hier). Wie geht’s jetzt weiter?
Jana erwähnt eine Firma namens „Mundita“. Was hat die damit zu tun?

Dienstag, 13.Mai: Die fleißige Netzcrew ist auf mundita.de gestoßen. „CHAUFFEUR- & SICHERHEITSKURIERDIENSTE SEIT 1992“ steht auf der Website. Klingt irgendwie schräg und getürkt. Da steckt doch mehr hinter!!
In der WG haben wir inzwischen dank zahlreicher Helfer gute Fortschritte bei der Dechiffrierung des Materials aus unserer anderen heißen Quelle (muss leider geheim bleiben) gemacht. Abgehörte Gespräche, abgefangene SMS und andere Dateien geben wir gleich weiter an die Community – dank Sibel, Marek und anderer Nerds (no disrespect) haben wir ja die Technik dafür.

Mittwoch, 14.Mai: Jana meldet sich auf Twitter. „bin raus! krankenstationsfenster 🙂 muss schlafen u mich verstecken, alle hinter mir her.werd aber die beweise liefern!freiheit! #rettetjana“ Wie krass! Danach hören wir nichts mehr von ihr. In einem abgefangenen Abruf (Ich liebe unser System!) informiert ein Gessler (der BigBosss der Mundita) Mütze (Jost Böhnke), dass seine Frau abgehauen ist. Mütze wolle sich „darum kümmern“.
Später wird Jana in Bremen gesichtet wie sie Papierkram von früher zusammensucht und wildkopiert. Danach ist sie wieder weg. Jana, wo bist du?!!

Donnerstag, 15.Mai: Wir haben Post bekommen: Jana ist kein Risiko eingegangen und hat breit gestreut – genau unser Prinzip! Ein paar Tagebuch-Seiten, einen Schlüssel, Fotos von misshandelten Frauen und eine Liste mit Namen von Freiern und Mädchen, die Jana anscheinend geführt hat.
Dann die Wende: Mütze macht ihr das Angebot, ihren Sohn wiederzubekommen, ein neues Leben, etwas Geld. Es muss die Erschöpfung sein – sie twittert
leute, tut mir leid, aber das wars für mich. mein kampf ist vorüber. ich will ole + frieden. danke für alles! gehe offline. jana”

Freitag, 16.Mai: Clevere brainiacs aus der community haben also das passwort für den geschützten bereich auf http://mundita.de rausgekriegt: es hat wirklich mit diesen schlüsseln zu tun, die jana mitgeschickt hat. Wie wir die Zugänge entschlüsseln können, hab ich hier aufgeschrieben. Das sind echt ganz schön kranke Bestellungen, die wir da jetzt zu sehen bekommen. Ihr Schweine!
Jana ist weiter untergetaucht, Sonntag will sie sich wohl mit Mütze treffen. Pass auf dich auf, Jana! Und irgendetwas scheint mit Mona passiert zu sein…

Samstag, 17.Mai:  Der Tag begann mit einer schlimmen Nachricht. Was sich gestern angedeutet hat, ist jetzt leider Gewissheit: Mona ist tot. Eine bei Hamburg gefundene Frauenleiche konnte anhand der Fotos von Jana identifiziert werden.
Außerdem bahnt sich Schlimmes an! Aus vertraulicher Quelle (um die es gerade ja leider einigen Wirbel gibt…) wissen wir:
Die geplante Übergabe am Sonntagabend zwischen Jana und Mütze – also Beweismaterial gegen den kleinen Ole – ist eine Falle! ACHTUNG, Jana!

Sonntag, 18. Mai: Unsere geheime Quelle der dunklen Organisation im Hintergrund wird enttarnt, kann sich aber gerade noch in Sicherheit bringen. Mit dem Agenten vor Ort kommuniziert nun jemand anderes und erteilt sogleich den Auftrag, das Handy zu orten, das man Ole unterschiebt, und Jana zu erledigen.
Zum Glück findet die Community am Abend extrem clever zahlreiche Hinweise, die sie kombiniert. So wird Kommissar Winkeler alarmiert: Er stellt Mütze nach er Übergabe mit den Beweisen. Nach einem Schusswechsel und einer Verfolgungsjagd landet er im Krankenhaus bzw. Knast. Doch der Killer ist weiterhin hinter Jana her.
Eine Gruppe von Aktivisten nimmt in Bremen Walle ihre Fährte auf. Der Community im Netz gelingt es in letzter Sekunde mit Hilfe eines Hinweises — der live in einer Radiosendung auftaucht — die Nummer des Prespaid Handys herauszufinden, mit der Jana geortet wird. Sie rufen an und können sie warnen, so dass sie fliehen kann. Als die Aktivisten vor Ort später das Handy auf der Straße finden, zieht sich der Killer zurück. Als es plötzlich klingelt, meldet sich ein gewisser Lionel Fuchs, der ziemlich bedrohlich wirkt…

Montag, 19. Mai: Die Crew in Bremen inspiziert nochmal die Tatorte der letzten Nacht. Tatsächlich finden sie noch etwas, das verdächtig erscheint: Alte Bücher und Unterlagen mit seltsamen Markierungen und Notizen… Janas Handschrift kommt vor. Hat Mütze dieses Zeug auf der Flucht weggeworfen? Was haben diese geheimnisvollen Notizen zu bedeuten? Was hat all das mit der Johannisoffenbarung zu tun? Was mit der Codiermaschine ENIGMA?

Dienstag, 20. Mai: Über ERACS bemerkt die Community Aktivitäten in Hongkong. Offenbar ist Mirras entdeckt worden – der Zugriff eines SWAT-Teams steht unmittelbar bevor, sie wissen, dass er in Mings Suite im Goldfishhotel residiert. Ab da stehen die Telefone der Rezeption in Hongkong nicht mehr still. Herr Zhao von der Rezeption stellt zu Mirras durch, der sich in letzter Sekunde retten kann… Auch danach hat Zhao in dieser Nacht noch manchem Anrufer zu erklären, dass alles in Ordnung ist.

Mittwoch, 21. Mai: Während der Server, den die WG für das Telefontool benutzt dauernd Störungen meldet und ein paar komische Dinge passieren, gelingt es trotzdem, endlich die Monsterdatei zu knacken. Gut, dass von cleveren Leuten ein Skimcom-Portal gefunden wurde, das die Klarnamen der Beteiligten ausspuckt, sobald die entschlüsselte Datei dort eingespeist wird. Der Crew im Netz gelingt es, alle Passworthürden und Schutzvorrichtungen des Portals zu überwinden. Allerdings offenbar nicht unbemerkt: Just in dem Moment, als die Klarnamen zum Greifen nahe sind, gibt es plötzlich einen Shutdown. Nicht nur des Skimcomportals. Aller Seiten! Von deinauftrag/tatort.de über munidta über die codeseiten, madebyfriends, den tunnel und viele weitere bis hin zu diesem Blog ist auf einmal alles unzugänglich. Hat MERITOS interveniert? Sind die so mächtig? Host Europe? Tatort.de?? WordPress???

Freitag, 23. Mai: Alles wieder da, aber wohl eher als Museum… Auf der Tatort-Seite erntet die Community jede Menge Lob.

Dienstag, 27. Mai: Postkarte aus Spanien: „Jana gerettet!“. Sie bedankt sich und freut sich auf’s nächste Mal…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Achtung, Spoiler!)

Impressum

Diese fiktive Seite ist Teil des Suddenlife-Spiels „Tatort: Dein Auftrag“ zum Radio Bremen-Tatort „Alle meine Jungs“.
Alle Inhalte und Angebote sind nicht real, sondern Teil dieses Suddenlife-Spiels. (Was ist ein Suddenlife-Spiel?)
Verantwortlich für die Inhalte und das Spiel „Dein Auftrag“: Radio Bremen  
Mehr Informationen zum Spiel finden Sie hier: deinauftrag.tatort.de

 

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